PISA / Diagramm-Studio

Diagramm-Studio

PISA-Ergebnisse vergleichen

Wähle ein Fach, einen Jahresbereich und beliebige Serien aus dem Katalog (Land gesamt, Geschlecht, Migrationsstatus nach OECD-Definition, Geburtsland der Eltern, Herkunftsgruppe, Herkunft × Generation). Voreingestellt ist der Vergleich „Mathematik der 2. Generation Türkei in Deutschland" gegen die Vergleichslinie „Deutschland gesamt".

Übersicht

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Mathematik im Verlauf

Gezeigt werden gewichtete Mittelwerte in PISA-Punkten.

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Eigene Ländergruppe

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ungewichtet — jedes Land zählt gleich

Ersetzt die Länderauswahl; anschließend lassen sich Länder ergänzen oder entfernen. Die Zusammensetzung bleibt für alle PISA-Jahre gleich.

Bei verfügbaren Ländern kann sich die Zusammensetzung zwischen Jahren ändern. Die Länderzahl steht am Datenpunkt; Veränderungen können auch durch die Zusammensetzung entstehen.

Tabelle

Werte je Linie und Zyklus

Methodik & Definitionen — wie die Gruppen gebildet werden

Quelle: OECD PISA, internationale Schülerdatensätze. Mittelwerte sind mit dem finalen Schülergewicht W_FSTUWT gewichtet und über alle Plausible Values gemittelt. n ist stets die ungewichtete Fallzahl der Gruppe im jeweiligen Zyklus.

Migrationsstatus (OECD-Definition, Index IMMIG)

  • Nativ (mind. ein Elternteil im Land geboren): Schüler:in und mindestens ein Elternteil im Testland geboren. Kinder mit genau einem zugewanderten Elternteil zählen hier also mit.
  • 2. Generation: Schüler:in im Testland geboren, beide Eltern im Ausland geboren.
  • 1. Generation: Schüler:in und beide Eltern im Ausland geboren.

Geburtsland der Eltern (COBN_S/COBN_M/COBN_F)

Strengere Aufteilung derselben Schüler:innen: sie fragt nach beiden Eltern statt nach „mindestens einem". Damit lässt sich die Gruppe „Nativ" aufspalten.

  • Beide Eltern im Land geboren: Schüler:in und beide Eltern im Testland geboren.
  • Ein Elternteil im Ausland geboren: genau ein Elternteil zugewandert.

Beide Gruppen zusammen ergeben nicht exakt „Nativ": ein Rest von Fällen hat einen gültigen IMMIG-Wert, aber unvollständige Angaben zum Geburtsland (Deutschland 2025: rund 5 % aller Schüler:innen).

Herkunftsgruppe (Geburtsland der Eltern, COBN_M/COBN_F)

Eine Herkunftsgruppe wird zugeordnet, wenn mindestens ein Elternteil im betreffenden Land geboren ist und kein zweites, davon abweichendes erfasstes Herkunftsland vorliegt. Nennen die Eltern zwei verschiedene erfasste Herkunftsländer, fällt der Fall in „Gemischte Herkunft" und wird hier nicht ausgewiesen.

Beispiel: „Türkei — 2. Generation" in Deutschland

Diese Linie umfasst Schüler:innen, die in Deutschland geboren sind (IMMIG = 2), deren beide Eltern im Ausland geboren sind und bei denen mindestens ein Elternteil in der Türkei geboren ist. Konkret heißt das:

  • Beide Eltern in der Türkei geboren → enthalten.
  • Ein Elternteil in der Türkei, der andere in einem nicht gesondert erfassten Land → enthalten.
  • Ein Elternteil in der Türkei, der andere in Deutschland geboren → nicht enthalten (das ist per IMMIG die Kategorie „nativ" bzw. „ein Elternteil im Ausland geboren").
  • Ein Elternteil in der Türkei, der andere z. B. in Polen → „Gemischte Herkunft", nicht enthalten.

Eine Herkunftsregion innerhalb des Landes (etwa Anatolien gegenüber Istanbul) erhebt PISA nicht; sie kann hier deshalb grundsätzlich nicht ausgewiesen werden.

Konfidenzintervalle (Fehlerbalken)

Die Fehlerbalken zeigen das 95-%-Konfidenzintervall des Mittelwerts. Die Standardfehler folgen dem OECD-Verfahren: Fay-BRR über die 80 Replikatgewichte (W_FSTURWT1–80, Fay-Faktor 0,5) für die Stichprobenvarianz, plus die Imputationsvarianz über alle 10 Plausible Values. Berechnet wurden sie aus den OECD-Originaldateien der Zyklen 2015, 2018 und 2022; für ältere Zyklen liegen die Mikrodaten hier nicht vor, dort erscheinen daher nur Punkte ohne Balken.

Zusammensetzung der Gruppen

Über die Auswahl „Kennzahl" in der Tabelle lassen sich neben dem Testwert auch die Merkmale anzeigen, die einen Grossteil der Leistungsunterschiede erklären:

  • ESCS — OECD-Index für sozioökonomischen Status (Mittelwert 0, Standardabweichung 1 in den OECD-Ländern).
  • Elternbildung — Anteil mit tertiärem Abschluss des höher gebildeten Elternteils (ISCED 5+, aus HISCED).
  • Zu Hause gesprochene Sprache — Anteil, der überwiegend die Testsprache spricht (ST022, bis 2012 die Vorgänger-Items ST17Q01/ST16Q01/ST12Q01/ST19Q01/ST25Q01). Bis 2006 unterschied der Fragebogen noch andere Landessprachen und Dialekte; sie zählen wie später als andere Sprache.
  • Besuchte Schulform — Verteilung der Bildungsgänge aus PROGN; zugeordnet nach Bildungsgang, weil sich die Codes zwischen den Zyklen verschieben.

Was diese Linien nicht zeigen

  • Keine Kontrolle von Drittvariablen: Die Linien zeigen rohe Gruppenmittelwerte. Sozioökonomischer Status, Elternbildung, Sprache und Schulform werden ausgewiesen, aber nicht herausgerechnet. Ein Teil des sichtbaren Abstands geht auf diese Unterschiede zurück.
  • Kleine Gruppen: Bei Fallzahlen unter etwa 100 sind die Konfidenzintervalle so breit, dass Jahresschwankungen kaum interpretierbar sind. Die 1. Generation einzelner Herkunftsgruppen erreicht teils n < 20.
  • Zusammensetzung ändert sich: Die Gruppen sind über die Jahre nicht konstant besetzt; Zuwanderungswellen verändern, wer in einem Zyklus in eine Gruppe fällt.
  • Herkunftsregion: PISA erhebt nur das Geburtsland der Eltern, keine Region innerhalb des Landes.